Die Tänzerin der Nacht

Tänzerin

Nun das Konzert des Lebens,
dem letzten Satz sich neigt.
Finale Töne beben
und endlich alles schweigt.

Sie tritt hervor aus finstren Schatten,
ist alles Publikum gegangen.
Verhalten nur der Beifall klingt.
Bricht in des Raumes Widerhall.

Sie hebt die Stimme an zu singen
ihr eigen traurig Lied.
Und doch wie graue Nebelschwaden,
die Stille sie umgibt.

Dem Krieger scheint sie als Geliebte,
mit silbern langem Haar.
Die Dame sieht die Kammerfrau,
die Magd Erlösung gar.

Ein jeder von uns lernt sie kennen,
die Tänzerin der Nacht
Sie führt dich in ein Schattenreich,
von klirrend kalter Pracht.

Wann wird sie kommen dich zu küssen,
mit ihrem scwarzen Mund?
Wird es sein in hundert Jahren
oder doch in einer Stund‘?

 

Picture by TheDigitalArtist at pixabay.com

2 Gedanken zu „Die Tänzerin der Nacht

  1. Wow. Wirklich schön geschrieben. Viel mehr kann ich zum Gedicht allerdings nicht sagen, weil ich damals im Deutschunterricht bei diesem Zeug nicht aufgepasst habe.

    Wie lange brauchst du, um soetwas zu schreiben?

    Liebe Grüße

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